Karottenöl: wertvolle Hilfe zur Pflege von Haut und Haaren ♡

karottenoel selber machen

Karottenöl gewinnt in den letzten Jahren als Kosmetikprodukt an Beliebtheit. Das gesunde Öl enthält Vitamine und andere Wirkstoffe, die für eine samtige Haut sorgen.

Wir zeigen Dir, was Karottenöl sonst noch alles kann und wie Du es selber machen kannst.

Karottenöl: Herstellung und Zusammensetzung

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Karottenöl stammt aus der Wurzel der Daucus Carota sativus oder Gartenmöhre, einer Kulturform der Wilden Möhre.

Sie wächst als zweijährige krautige Pflanze in der ganzen Welt und erreicht Höhen von bis zu 150 Zentimetern. Die wichtigen Inhaltsstoffe befinden sich in der Pfahlwurzel.

Alternativ liefern die Samen der Karotte ebenfalls Karottenöl. In beiden Fällen gewinnt man es mittels Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung. Das Ergebnis ist orange bis rötlich und duftet würzig.

Während des Herstellung fügt man dem Karottenöl andere Öle wie Jojoba-, Sesam- oder Mandelöl zu. Das ist notwendig, weil sowohl die Samen als auch die Wurzeln zu wenig Öl liefern. Außerdem würde reines Karottenöl zu stark färben.

Vorteile des Öls im Überblick:

  • Anders als viele Kosmetikprodukte auf dem Markt, enthält Karottenöl keine Mikroplastik und keine Weichmacher.
  • Beugt Falten vor und repariert beschädigte Hautzellen.
  • Hat einen einzigartigen, pfeffrigen Duft.
  • Es lässt sich sowohl als Haarkur als auch zur Hautpflege einsetzen.
  • Du kannst das Öl aus Karotten leicht selber machen.

Inhaltsstoffe von Karottenöl:

Das noch recht unbekannte enthält zahlreiche gesundheitsfördernde Elemente, darunter:

  • Carotol – hemmt das Wachstum von Pilzen und Bakterien.
  • Luteolin – wasserlöslicher Farbstoff, wirkt entzündungshemmend und antioxidant.
  • Alpha- und Beta-Pinene – Bestandteile vieler ätherischen Öle, fördern den Stoffwechsel.
  • Linolsäure – regeneriert die Haut nach Lichtschäden.
  • Beta-Carotin – fettlösliche Vorstufe der Vitamin A, schützt gegen UV-Strahlen. Es verleiht Karottenöl seine leuchtende, orange Farbe.
  • Vitamin A – fördert den Aufbau und die Regeneration von Haut, Schleimhäuten und Haaren. Stärkt das Sehvermögen.
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Letztes Update am Dezember 10, 2019 8:14 am

Wirkung von Karottenöl

Karottenöl kannst Du vielfältig nutzen, zum Beispiel:

  • zur Hautpflege – Das Öl macht die Haut geschmeidig, strafft sie und schirmt ihren natürlichen Schutzfilm vor Feuchtigkeitsverlust ab. Außerdem wirkt es gegen fettige Haut.
  • als Anti-Pickel-Mittel – Karottenöl hilft gegen Akne und Hautunreinheiten.
  • zur Haarpflege – Das gesunde Öl lässt Deine Haare glänzen und verhindert Haarspliss.
  • als Bräuner und Make-up Ersatz– Karottenöl im Gesicht verleiht blasser, müder Haut einen leicht orangenen Teint. Dabei wirkt die Bräune nicht so künstlich wie bei Selbstbräunern, die Mineralöl enthalten.

Selbstgemachtes Karottenöl: Eine Anleitung

Karottenöl findest Du im Reformhaus, im Bioladen oder im Internet. Jedoch kannst Du es auch ohne viel Aufwand selber machen.

Material:

  • eine Bio-Möhre
  • 200 ml Pflanzenöl, z.B. Sesam- oder Jojobaöl
  • ein Einweckglas
  • ein Mulltuch
  • eine dunkle Glasflasche

Anleitung kurz und knapp:

  • Schritt 1: Schäle die Möhre und raspel sie anschließend.
  • Schritt 2: Gebe die Raspeln in das Einweckglas und übergieße sie mit Öl, bis sie komplett bedeckt sind.
  • Schritt 3: Schließe das Glas und lege es an einen warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Schritt 4: Lass die Mischung 3 Wochen ziehen. Entferne während dieser Zeit eventuelles Kondenswasser vom Deckel, um Schimmelbildung zu verhindern.
  • Schritt 5: Spanne das Mulltuch über eine Schüssel und seihe das Öl durch.
  • Schritt 6: Fülle das Karottenöl in die Glasflasche um. Bewahre es möglichst an einem dunklen Ort auf und verbrauche es innerhalb einer Woche.

Wenn Du nicht so lange warten willst, kannst Du das gefüllte Einweckglas ins Wasserbad stellen. Das Öl färbt sich schneller, jedoch zerstört die Hitze viele Vitamine.

Tipp!
Achte auf saubere Behälter und Arbeitsflächen. Koche am besten das Einweckglas und die Glasflasche ab, bevor Du sie verwendest. So verhinderst Du, dass Keime das Öl verunreinigen. Sollte das selbstgemachte Karottenöl streng riechen, entsorge es.

Wie verwende ich das Öl?

  • Hautpflege: Verteile nach der täglichen Gesichtsreinigung ein paar Tropfen Karottenöl in den Handflächen und reibe es in die feuchte Haut ein.
  • Haarpflege: Massiere einen Teelöffel warmes Karottenöl in Deine Haarspitzen ein und spüle es nach 10 bis 15 Minuten mit lauwarmem Wasser wieder aus.
Achtung!
Achte darauf, dass das Karottenöl weder auf Deine Kleidung noch auf die Kopfhaut gelangt, um Flecken zu vermeiden. Leidest Du unter trockener Kopfhaut, solltest Du Karottenöl nur sehr vorsichtig anwenden, da diese sich noch leichter verfärbt.

Kann ich Karottenöl mit einer anderen Creme mischen?

Die orange Farbe ist die Besonderheit von Karottenöl. Wenn Du sie jedoch als zu intensiv empfindest, kannst Du eine kleine Menge Karottenöl in Deiner Tages- oder Nachtcreme auflösen, um es zu verdünnen.

Übrigens: Du kannst das Öl auch wunderbar mit Deiner selbstgemachten DIY-Bodylotion mischen.

Tipp!
Karottenöl ist kein reines Kosmetikprodukt. Du kannst es auch als Salatöl oder zum Braten nutzen.

Quellen und weiterführende Links

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