Salzseife: Anwendung und ein DIY-Rezept

Salzseife selber machen

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Die Seife mit hohem Salzanteil hilft bei Akne und trockener Haut. Finde heraus, wie Du Salzseife mit einem einfachen Rezept selber machen kannst.

Was ist Salzseife und wie wirkt sie?

Salzseife selber machen

Salzseife besteht bis zu 75 Prozent aus Meer- oder Steinsalzkristallen. Weitere Zutaten sind verseiftes Kokosfett, Olivenöl, Rizinusöl, Avocadoöl oder andere Öle. Manche Salzseifen enthalten ätherische Öle oder Farbpigmente.

Die Seife fühlt sich im Vergleich zu anderen Seifenarten hart an und schäumt je nach Reifezeit wenig bis gar nicht.

Aus diesem Grund kannst Du ein Stück Salzseife meist mehrere Monate lang benutzen.

Während im Kaltverfahren hergestellte herkömmliche Seifen sechs bis acht Wochen reifen, braucht Salzseife mindestens drei Monate um zu verseifen. Auch ist ihre Herstellung aufwändiger, da die Salzkristalle die Klumpenbildung fördern.

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Letztes Update am Februar 18, 2020 6:35 am

Welche Vorteile bietet Salzseife?

Im Handel findest Du Salzseifen mit verschiedenen Zusammensetzungen. Zusätzliche Zutaten wie Sheabutter und Olivenöl sorgen zum Beispiel für eine noch bessere rückfettende Wirkung.

Unabhängig von den Zusatzstoffen ist Salzseife aus den folgenden Gründen gut für Dich.

Desinfizierende Wirkung

Wegen ihres hohen Salzgehalts wirkt Salzseife antiseptisch und gilt als Wundermittel gegen Pickel.

Diese entstehen, wenn Bakterien verstopfte Talgdrüsen besiedeln und Entzündungen verursachen.

Salzseife lässt die Bakterien absterben und trocknet außerdem Warzen aus.

Hilfe gegen fettige Haut

Salz reguliert den ph-Wert und die Talgproduktion der Haut, indem es Feuchtigkeit bindet.

Salzseife ist daher leicht austrocknend und perfekt für Dich, wenn Du unter fettiger Haut leidest.

Tipp!
Verzichte nach der Verwendung von Salzseife auf das Eincremen. Die Seife enthält pflegende Öle, die Deiner Haut Feuchtigkeit spenden und sie geschmeidig machen.

Reparierende Wirkung

Salzseife hilft Deinem Gesicht, frisch und straff auszusehen. Sie versorgt die Haut mit Mineralien, regt ihren Stoffwechsel und die Durchblutung an und beschleunigt die Regeneration der Hautzellen.

Aus diesem Grund eignet sie sich bei wunder Haut oder Neurodermitis.

Gegen Hornhaut

Die harten Salzkristalle bescheren der Seife einen leichten Peeling-Effekt und entfernen überschüssige Hornhaut.

Wenn Du einmal täglich Salzseife für verhornte Stellen an den Füßen oder an den Knien verwendest, wird Deine Haut nach und nach weicher.

Gegen trockene Haut

Salzseifen sind überfettet. Das bedeutet, dass die enthaltenen Fette nicht vollständig verseift sind. Zusammen mit dem Salz spenden Sie Deiner Haut Feuchtigkeit.

Verwendung von Salzseife

Dein Gesicht mit Salzseife zu reinigen ist ganz einfach: Reibe die Seife sanft auf die Haut, nachdem Du sie angefeuchtet hast.

Selbstverständlich kannst Du Salzseife auch für den Körper verwenden. Wenn die Haut bei offenen Stellen leicht brennt, ist das übrigens kein Grund zur Sorge!

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Salzseife für die Haare

Manche Menschen waschen ihre Haare mit Salzseife. Wenn Du unter trockener Kopfhaut und Schuppen leidest, profitiert auch sie von der rückfettenden Wirkung der Seife.

Tipp!
Wenn Salzseife Deine Haare zu sehr austrocknet, kannst Du nach dem Waschen die Haarspitzen mit Arganöl befeuchten oder eine selbstgemachte Haarkur benutzen, damit sie wieder glänzen.

Einfaches Rezept um Salzseife selber zu machen

Salzseife selber zu machen ist nicht schwer. Du kannst jegliches Seifenrezept verwenden und dem Seifenleim die Salzkristalle zugeben.

Damit sie sich nicht am Boden absetzen ist es wichtig, ihn gut zu verrühren.

Mit diesem Rezept kannst Du Salzseife mit Himalayasalz herstellen. Du erhältst eine natürliche, duftende Salzseife ohne Zusatzstoffe und Chemie.

Prinzipiell kannst Du das Kokosfett durch ein anderes Fett wie Babassuöl oder Palmkernöl ersetzen.

Wir empfehlen jedoch Kokosfett, da es zusammen mit Salz besonders gut schäumt.

Zutaten:

  • 250 g Kokosfett
  • 750 g Öl, z.B. Avocadoöl, Jojobaöl, Olivenöl oder Mandelöl
  • 131 g Natriumhydroxid (NaOH, Ätznatron) für 10 Prozent Überfettung
  • 350 g destilliertes Wasser
  • 350 g Salz, z.B. Himalayasalz
  • 30 Tropfen ätherisches Öl, z.B. Lavendelöl oder Zitronenöl
  • Rührlöffel
  • Mixer
  • Silikonformen

Herstellung:

  • Schritt 1: Lass das Kokosfett bei moderater Hitze schmelzen und gibt die Öle hinzu.
  • Schritt 2: Lass die Fettmischung auf 40°C abkühlen.
  • Schritt 3: Vermische nach und nach das destillierte Wasser mit dem Natriumhydroxid, um die Seifenlauge herzustellen. Beachte dabei die Sicherheitsvorschriften!
  • Schritt 4: Füge die abgekühlte Seifenlauge der Fettmischung hinzu. Nutze einen Mixer, um die Flüssigkeit zum Andicken zu bringen.
  • Schritt 5: Gib die ätherischen Öle hinzu und verrühre erneut die Mischung.
  • Schritt 6: Füge jetzt das Salz hinzu und verrühre gründlich mit dem Rührloffel.
  • Schritt 7: Fülle den Seifenleim in die Formen und lasse ihn einen Tag lang aushärten.
  • Schritt 8: Löse die Seifen aus den Formen.
Tipp!
Wenn Du nicht mit Seifenlauge arbeiten willst, kannst Du fertige Kernseife in der Drogerie oder im Reformhaus kaufen. Lass sie im Wasserbad schmelzen, bevor Du die Salzkristalle und die ätherischen Öle hinzufügst.

Unterschied zwischen Salzseife und Soleseife

Auch Soleseife enthält viel Salz und besitzt eine desinfizierende und regenerierende Wirkung. Unterschiede zwischen Salz- und Soleseife bestehen beim Herstellungsverfahren und beim Salzgehalt.

Bei Soleseife wird das Salz dem Wasser hinzugefügt, bevor der Seifenleim entsteht, bis die Sole gesättigt ist.

Die Salzkristalle schmelzen und sind nicht mehr sichtbar, daher ist Soleseife glatt. Ihr Salzgehalt beträgt 10 bis 15 Prozent und damit viel weniger als das der Salzseife.

Quellen und weiterführende Links

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